Wir haben schon einiges über die Landschaft und die Gepflogenheiten der USA berichtet. Jetzt ist es auch mal an der Zeit über ein paar der bekannten Rezepte aus diesem Lande zu schreiben. Entgegen weitläufiger Meinungen leben die Amerikaner bei weitem nicht nur von Fast Food. Im Gegenteil, sie kennen wirklich hervorragende Rezepte und Gerichte. Häufig stellen die Rezepte eine bunte Mischung der Kulturen dar, aus denen sich die USA zusammensetzt – meist sind dies auch Überlieferungen der Vorfahren. Ein grosser Einfluss kommt aus Europa (vor allem Frankreich und England) auf der anderern Seite aber auch Mexico und Spanien.
Einige Rezepte arbeiten mit Tassen als Volumenangabe auch für trockene Zutaten. Hier eine kleine Umrechnungshilfe: 1 Tasse = 250 ml, 0.5 Tassen = 125 ml.
Lassen Sie sich entführen und trauen Sie sich ruhig, das eine oder andere Rezept selber auszuprobieren.
Turkey – DAS amerikanische Geflügel
Was wäre Thanksgiving ohne seinen Turkey? Der Truthahn gehört hier zum Thanksgiving-Essen dazu wie die Weihnachtsgans in Deutschland. Überall sieht man Angebote wie ‘Geben Sie in unserem Geschäft in 2 Monaten $200 aus, dann bekommen sie Ihren Truthahn umsonst’.
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Indian Summer – ein grosses Wort für eine der berühmtesten jahreszeitlichen Ereignisse im Nordosten der USA: Viele kennen Bilder, Kalender und Reportagen von rot gefärbten Blätter, intensiven Farben der noch belaubten Bäume und unendlichen Wälder.
Im Nordosten der USA verfärben sich die Blätter im Herbst häufig schlagartig nach einem Kälteeinbruch aus Kanada in die berühmten, intensiven Farben des Indian Summer. Innerhalb weniger Tage beobachtet man die Verwandlung einer ‘unscheinbaren’ Herbstandschaft in die so oft auf Bilder gebannte farbige Umgebung.
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Nach nun mehr als anderthalb Jahren in den USA fallen uns schleichende Veränderungen an unserer Perspektive auf. Aufgrund der Bemerkungen von Freunden aus Deutschland, die wir bei uns beherbergen durften und noch intensiver bei einer deutschen Familie, die jetzt nach vier Jahren Leben in den USA wieder nach Deutschland geht (Alles Gute!!), wurden wir uns erst der Veränderungen bewusst.
Spontan wollen wir deshalb in diesem Rundbrief einmal genauer hinsehen. Wir fanden einen bisher noch unveröffentlichten Rundbrief zum Thema ‘Was wir in Amerika vermissen könnten’, den wir nun hier überarbeitet und – mit neuen Kommentaren versehen - publizieren möchten.
Der alte Artikel ist in schwarzer Farbe geschrieben, die neuen Kommentare sind in blauer Farbe dargestellt.
Brotauswahl
Aus Europa kommend, waren wir an eine riesige Auswahl unterschiedlichster Brotsorten gewöhnt. Zwar wohlwissend, dass wir in dieser Hinsicht ziemlich verwöhnt waren, geht man doch einigermassen optimistisch in den USA auf die Suche. Es wird hier ja wohl nicht nur Hamburger-Broetchen geben? Zugegeben, leicht machen es einem die Geschäfte nicht. Dennoch finden sich einige Möglichkeiten, dem nicht-knusprigen Weissbrot zu entgehen. Neben den “artisan bread” Ständen in manchem Supermarkt gibt es Bäckereiketten, die teils sehr knuspriges und vollwertiges Brot haben. Doch es gibt durchaus auch Herausforderungen für die Geschmacksnerven.Oder hat jemand bereits “White Chocolate Bread (Brot mit weisser Schokolade)” gekostet? (Schmeckt im übrigen sehr gut und ist als Dessertbrot zu empfehlen!).
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[Hier ein neuer Artikel zu Rocky: Filmorte aus den Rocky-Filmen]
Die meisten haben wohl wenigstens einen Film aus der ’Rocky’-Reihe mit Silvester Stallone in der Hauptrolle gesehen, oder? Dieser Film hat Spuren in der Stadt hinterlassen, in der er gedreht wurde: Philadelphia.
Wer erinnert sich nicht, wenn Rocky zu Beginn seines Trainings eine lange 72stufige Treppe hochläuft und dann erschöpft stehenbleibt und langsam wieder heruntergeht? Am Ende des Trainings aber fliegt er die Stufen förmlich nach oben, reißt die Arme hoch und tänzelt umher. Diese Treppe führt zu einem monumentalen Gebäude, dem Philadelphia Museum of Art, ein Museum, das wirklich lohnt, besucht zu werden.
Aber noch viel wichtiger, zumindest für viele Besucher, ist die Treppe. Und auch heute noch sieht man ständig wildfremde Menschen aus aller Welt die Treppe hochsprinten und die Arme in die Höhe reißen, wie es damals Silvester Stallone im Film gemacht hat. Und dies nach über 30 Jahren, kam doch Rocky im Jahr 1977 in die Kinos. Der Filmfigur zu Ehren haben die Städtväter an der Treppe nachträglich zwei Bronze-Fußabdrücke eingelassen, damit man sich in dessen Fußstapfen wiederfinden kann.
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Auch wenn wir bisher schon des öfteren in den beiden wichtigsten Städten der Ostküste waren, ja wir reden hier von New York und Philadelphia, so haben wir doch noch keinen Bericht abgeliefert, was es dort alles zu erleben gibt. Da wir uns Philadelphia einfach näher fühlen, soll diese interessante Stadt hier auch zuerst vorgestellt werden.
Philadelphia lebt seine Geschichte sehr bewusst und präsentiert sich auch mit einem speziellen Reiz, für den man sich aber Zeit lassen sollte. Am besten etwas außerhalb der Innenstadt parken und dann einfach per Spaziergang die Stadt entdecken. Dafür haben die Stadtväter auch eine eigene Website eingerichtet, die alle historischen Elemente miteinander verbindet. Auf der Website des Besucherzentrums findet sich eine Karte der Innenstadt, die sehr übersichtlich gestaltet ist.
Rathaus [City Hall]
Philadelphia macht es dem Besucher recht einfach.In der Kernstadt finden sich überall Schilder, die anzeigen, wo man sich befindet und wo die nächsten Attraktionen zu finden sind. Ein guter Anfang ist sicherlich der Gang zur City Hall, dem Rathaus von Philadelphia. Auf der Spitze steht William Penn, Gründer der Stadt, und wacht über seine Stadt. In der Innenstadt durfte kein anderes Gebäude höher errichtet werden als die Hutkrempe von William Penn. Deshalb stehen alle Wolkenkratzer ausserhalb der Innenstadt in einem zweiten Viertel, das dafür genutzt wird.
Bild 1 [Rathaus umgeben von Hochhäusern] Bild 2 [Rathaus Vorderansicht]
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Wasserfälle üben sicherlich auf die meisten Betrachter einen eigenen Reiz aus. So haben wir unsere erste Suche bereits im Herbst letzten Jahres gestartet. Zunächst wollten wir den Delaware, einen der großen Flüsse hier, erkunden und fanden auf der Karte einige Hinweise auf Wasserfälle. Versteckt entlang von kleinen Nebenstrassen erschliessen sich diese Kleinode nur dem interessierten und suchenden Wanderer.
So haben wir dann auch unsere Lieblingswasserfälle gefunden: Die Raymondskills Falls in Pennsylvania haben es uns besonders angetan. Hier eine Internetseite, für alle, die noch mehr darüber lesen wollen: http://www.newhopepa.com/DelawareRiver/Watergap/Raymondskill_index.htm. Die Raymondskill Falls bestehen aus drei Wasserfällen, die mit ihrer Schönheit bestechen. Teilweise fährt man fast an den Wasserfällen vorbei, ohne sie zu sehen, da sie so im dichten Wald verborgen sind. Wir vertrauten den Schildern, und fanden uns überrascht vor den Wasserfällen wieder.
Raymondskills Falls
Diese Wasserfälle brauchen sich bestimmt nicht verstecken, sondern beeindrucken durch die lange Fallstrecke des Wassers. Zu einer gewissen Berühmtheit haben sie es aber auch gebracht, weil der ‘National Park Service’ es tatsächlich geschafft hat, eine Toilettenanlage mit 2 (in Worten zwei) Toilettensitzen für sage und schreibe 330.000 $ zu bauen. Dies hat doch für reichlich Spott gesorgt, so daß bei der kürzlich erfolgten Renovierung der Dingman Falls die Summe deutlich reduziert wurde. Nun kostet eine Anlage mit vier Toilettensitzen nur noch 95.000 $.
Bild 1 [Raymondskill Falls]
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Mai 2004: Traumhaftes New Jersey
Viele Besucher sehen beim Anflug auf Newark, dem grössten Flughafen in New Jersey meist nur die blinkenden Lichter der Metropole New York. Auch bei uns hat es – mal ganz ehrlich – beim ersten Mal zu dem Kommentar geführt: “Und hier wollen wir die nächsten Jahre leben und arbeiten?”. Auch innerhalb der USA hat New Jersey nicht den besten Ruf. Es gilt gemeinhin als dicht besiedelter Chemie- und Industriestaat. Viele kennen New Jersey nur von der Durchfahrt auf dem sogenannten New Jersey Turnpike, der sich an der Ostküste entlangzieht.
Diesmal wollen wir uns ausschliesslich dem Reiz einiger Regionen in New Jersey widmen, das seine Schönheiten nur dem geneigten und aufmerksamen Besucher offenbart. Zunächst ein paar Fakten über New Jersey: 22500 qkm Fläche, damit die Nummer 47 in den USA (der Grösse nach, etwa so gross wie Sachsen-Anhalt oder etwas kleiner als Hessen), 9.5 Millionen Einwohner (Rang 5 in den USA) und insgesamt über 54000 km Strassennetz. Somit ist New Jersey der dichtest besiedelte Staat in den USA. Er verbindet unterschiedlichste Landschaften wie Küste, Berge, Flüsse und Feuchtgebiete.
Um manch schöne Seite von New Jersey zu entdecken, muss man aus dem Auto steigen. Zu Fuss sieht dieser Staat gleich nochmal anders aus. Für den geneigten Besucher gibt es zahlreiche Bücher, die einen abseits der ausgetretenen Pfade führen.
Hier nun einige Beispiele:
Küste und Strand
![[Image]](http://kurun.de/Images/2004/2004_05_traumhaftes_new_jersey/palisades_thumb.jpg)
Der Palisades State Park (http://www.sdgfp.info/parks/regions/heartland/palisades.htm) ist nahe bei New York gelegen und beginnt nördlich der George Washington Bridge in New Jersey. Insbesondere lädt am Ende der Wanderung ein wunderbarer Platz zum Picknick ein, der von vielen Besuchern geschätzt wird. Dabei ist es möglich einen Rundweg zu laufen, erst unten direkt am Wasser entlang und dann auf dem Rückweg oben an den Klippen zurückzulaufen. An heissen Tagen kann dies aber schon ein wenig schweisstreibend werden.
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![[Image]](http://kurun.de/Images/2004/2004_04_fruehlingserwachen/kirschbaum_gross.jpg)
Sollten wir uns noch vor wenigen Wochen (oder waren es nicht sogar nur Tage?) wegen der niedrigen Temperaturen und dem nasskalten Wetter beklagt haben? Zugegeben, der Winter hier in New Jersey war für hiesige Verhältnisse ungewöhnlich streng, lang, kalt und schneereich. Ab Anfang Februar hofften wir hier bei jedem einigermassen milden Sonnentag (wir reden hier von +5 °C), dass der Winter dem Ende entgegen geht. Man sollte sich aber nicht zu früh freuen, auch das haben wir dieses Jahr wieder gelernt. Erfahrene New Jerseyans haben uns geraten, auf nichts zu hoffen, bevor es nicht mindestens Anfang April ist. Es wurde März und die Tage wurden länger, wärmer und… na gut, dann kam auch schon wieder der nächste Schnee. Aber trotz allem haben wir hier in New Jersey keine schlechte Karten, dass sich auch dieses Jahr wieder alles zum Guten wenden wird.
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Charleston, zwei Flugstunden südlich von New York gelegen, wird von vielen Besuchern als eine der schönsten Städte in den USA bezeichnet und das sicherlich auch zu Recht. Nicht nur, das die Kernstadt immer noch in der alten Pracht erstrahlt, gegründet wurde die Stadt im Jahre 1670 von treuen Untertanen König Charles von England. Gelegen in der Mitte von zwei Flüssen zeichnet es sich doch durch eine langsame Gelassenheit aus, die einen gewissen Charme ausstrahlt. Die Menschen scheinen auch etwas geruhsamer und weniger geschäftsfokussiert als im umtriebigeren Nordosten. In Charleston gibt es zahlreiche gute Kneipen, Restaurants und Hotels, wobei die letzteren im Stadtkern aber recht teuer sind. Sobald man ein bisschen ausserhalb weilt, wird es deutlich billiger. Es finden sich zur dekorativen Beleuchtung der Straßen immer noch Gaslampen, die das Stadtbild verzieren und meist den ganzen Tag über brennen. Falls man nach Charleston kommt, sollte man Sticky Fingers besuchen. Dieses Restaurant hat seinen Namen nicht von ungefähr
She: Zuerst denkt man, daß der Valentinstag hier in den USA erfunden wurde, denn schliesslich hätten wir hier sonst für mehr als zwei Monate keinen Grund, dem Kaufrausch zu erliegen. Aber hier ist der wahre Ursprung des Festes:
Das Lupercalia-Fest war ursprünglich ein Fest für Hirten, das zu Ehren des Gottes Faunes gefeiert wurde, um für die Felder, Herden und Schäfer Fruchtbarkeit zu erbitten. Nachdem die alten Römer Paare nur für die Dauer des Lupercalia-Festes wählten, geriet dieser Brauch lange in Vergessenheit. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich in Belgien und Frankreich der Brauch, durch ein Los Valentin und Valentine zu bestimmen, welche dann für ein Jahr in einer Art Verlobung miteinander verbunden blieben. Ein alter Glaube geht davon aus, dass ein Mädchen den Mann heiraten wird, den es als erstes am Valentinstag sehen wird. So standen dann viele junge Männer am 14. Februar früh auf und überreichten ihrer Angebeteten Blumen, bevor sie einen anderen Mann zu Gesicht bekam. Aussagen darüber, wie hoch die Erfolgsquote dabei war, fehlen leider.
Mit diesem Brauch hat aber das Fest heute nicht mehr viel gemein. Gleich nach der Superbowl-Party Ende Januar/Anfang Februar werden die Geschäfte umgestaltet, um den Valentinstag gebührend zu begrüßen: Viele Geschäfte glänzen [zumindest teilweise] in rosa und weiß, Süssigkeiten werden – statt wie sonst bunt – jetzt vermehrt in rot, rosa und weiß angeboten. In den Geschäften hängen Herzen (natürlich in rosa und weiß), Blumen in Rot und Weiß schmücken sonst eher fade Auslagen.
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